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25. Juli 2016

Drei Fragen an...

Herr Esslinger, warum ist IT-Sicherheit ein so wichtiges Thema? 
Ohne vernünftige Konzepte zur IT-Sicherheit wird Industrie 4.0 scheitern. Die dazu notwendige Vernetzung über die Unternehmensgrenzen hinaus macht natürlich die Produktion in zunehmendem Maße anfällig für Gefahren aus dem Internet. Im Office-Bereich hat man damit sicherlich schon länger Erfahrung und auch Technologien zum Schutz entwickelt. Diese müssen aber auf ihre Tauglichkeit im Produktionsbereich untersucht werden und es müssen gegebenenfalls notwendige Entwicklungen dazu angestoßen werden.

Weshalb hat HOMAG sich dem IUNO-Projekt als Partner angeschlossen?
Wir müssen das Thema IT-Sicherheit schon im (Software-) Entwicklungsprozess verankern, um nicht nachträglich erst die Sicherheitsmaßnahmen „dazu basteln“ zu müssen. Das macht das Ganze unübersichtlich und teuer. Wir müssen also im Unternehmen und speziell im Entwicklungsbereich das notwendige Wissen aufbauen und dabei kann uns IUNO sicherlich sehr gut weiterhelfen.

Inwieweit können die kleinen und mittelständischen Unternehmen von dem Nationalen Referenzprojekt profitieren?
Das Thema IT-Sicherheit beschränkt sich nicht auf bestimmte Unternehmen oder Unternehmensgrößen. Es betrifft alle Firmen – weltweit. Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) haben dafür keine eigenen Abteilungen und sie tun sich meist schwer, aktiv in solchen Forschungsprojekten mitzuarbeiten. In der Regel steht ihnen nicht die notwendige Kapazität und das notwendige Wissen dafür zur Verfügung. Die Partner im IUNO-Projekt werden deshalb ihre Ergebnisse so aufbereiten und verbreiten, dass speziell die KMUs diese direkt anwenden können und sie so davon sehr stark profitieren werden.